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Gold vers. Dollar

8. November 2009

 

Gold vers Money. Wie der Goldpreis das Papiergeldsystem in Frage stellt
Wir möchten unsere geneigte und kunstinteressierte Leserschaft heute bitten, eine bemerkenswerte Nachricht und eine aufschlussreiche Werbeaktion zur Kenntnis zu nehmen, und wie wir aus diesen Ereignissen gewisse Schlussfolgerungen zu ziehen: Die tagesaktuelle Nachricht stammt von der Zentralbank Indiens, die großformatige Werbeaktion (auf N-TV) stammt von der Deutschen Bank

Es ist die Aufgabe einer Zentralbank, die eigene Währung zu verteidigen. (Durch die Festlegung von Zinsen, zum Teil auch durch Währungsbeeinflussungen (Stützungskäufe des Dollars) usw.
In diesem Sinne sollte man schon ein wenig hellhörig werden, wenn eine Zentralbank (die Indiens) 200 Tonnen Gold (8% der weltweiten Minenförderung) zum aktuellen Tagespreis (= 6,7 Milliarden) vom IWF aufkauft, und die Zentralbank Chinas vor hat, weitere 200 Tonnen vom IWF zu kaufen, um, Zitat, “ihre Währzungsreserven zu disversifizieren”.

Desweiteren macht die Deutsche Bank tagesaktuell durch großformatige Anzeigen (Screenshot) auf sich aufmerksam und deutlich, wer sich nun anschickt, den ganzen kleineren Goldanbietern das Wasser abzugraben und im nun beginnenden Run auf das Gold ein zentraler Player zu werden.

Ich möchte nun an dieser Stelle kurz aus einem meiner eigenen Artikel aus einem XING-Forum (BrandEins) vom 10.09.2009 zitieren:

Gold-News

//Das (Platzen der “Peta-Derivate-Bombe” Anmerkung der Red.)
//ist wie mit dem Asteroiden Apophis
http://neo.jpl.nasa.gov/apophis/ ,
 //der mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 45.000 im Jahr 2036 auf der
//Erde einschlägt. Eine abstrakte Gefahr die sich seit langer Zeit entwickelt //und die man sich schlimm ausmalen kann, aber keiner rechnet wirklich //ernsthaft damit."


...aber keiner rechnet ernsthaft damit?

Hm, nehmen wir doch aber einmal ganz kurz an, dass große Anleger, - oder gar ganze Länder (wie China oder Russland) doch anfangen würden, damit zu rechnen, wie würde dieses Szenario denn dann aussehen?

Also nehmen wir einmal ganz kurz an, Länder, Institutionen, große und kleine Anleger würden der Währung, in denen diese Derivate gehandelt wurden/werden, nicht mehr trauen, und zwar weil die Notenbank, die diese Währung in Umlauf bringt, die entstandenen und entstehenden Löcher mit neuen Scheinen flutet...
 

Was würde dann passieren?

Unter Umständen würde der Goldpreis (zunächst einmal nur aus Gründen der Vermögens-Absicherung vor einer möglichen Inflation) über eine magische Grenze (von sagen wir 1000$ pro Feinunze) ansteigen.
Mh.
Natürlich hätten dann alle, die an dieser (Leit-) Währung festhalten wollen, da sie von ihr profitieren, Muffe.
Und würden gewaltige Mengen an Gold auf den Markt werfen, um so den Preis wieder unter diese psychologisch / magische Grenze zu drücken.
Könnte man zumindest vermuten.
Unter Umständen würden diese Interessengruppen wohl zudem lautstark und medienwirksam von Gold abraten. "Uninteressant", "Sinkende Nachfrage", "Schmuckmarkt in Ober-Hinter-Indien trocknet aus".
Sowas eben...

Denn würde das Gold (so ab einem ansteigenden Preis von sagen wir
1200$) anfangen, auch noch zu einem (weltweiten) Spekulationsobjekt zu verkommen, dann könnte dieser Selbstläufer eines stetig ansteigenden
Goldpreises (also eines Runs auf das Gold) in relativ kurzer Zeit
(in Crash-Geschwindigkeit) den Dollar - Papierschein,
hm, killen? Überflüssig machen? In Frage stellen?

Wobei genau dieser Gedanke wiederum wohl wiederum den Goldpreis in die Höhe treiben würde usw.

Aber das war ja jetzt nur mal so ein kurzes Gedankenexperiment.
Is wie mit diesem Asteroiden, - eigentlich rechnet keiner ernsthaft damit...

:)
 


Nun muss man als aufmerksamer Beobachter wohl neben diesen Ereignissen (also dem oben beschriebenen Ankauf von Gold durch verschiedene Zentralbanken und dem plakativen Einstieg der Deutschen Bank in das Gold-Geschäft) auch noch andere Faktoren mit berücksichtigen, um sich einen sachlichen Eindruck vom aktuellen Stand der weltweiten Krise zu verschaffen:

- Anscheinend sind verschiedenen Grossbanken nicht nur in Amerika
dabei, in grossem Stil finanzielle Mittel beiseite zu legen (zum Beispiel, um die Gehälter für ihre Angestellten zu sichern)
bzw. ihr Eigenkapital aufzustocken.
(Vielleicht, weil sie sich auf noch schlimmere Übel vorbereiten?
Stichwort auch: “Kapitalklemme”)

- Die neue Regierung in Deutschland vertagt die Entscheidung, welchen Weg sie bezüglich den Rekordschulden gehen will, stetig
- es werden erst mal Kommissionen gebildet.
(wartet man da etwa auf ein baldiges Grossereignis?
Zum Beispiel eine Währungsreform in Amerika?)

- Es scheint mittlerweile nämlich in der Tat so zu sein, dass
US-amerikanische Staatsanleihen mittlerweile überhaupt keine Käufer mehr finden (also von der FED jetzt einmal abgesehen...)

- Wobei mehrere Länder in Südamerika nun versuchen,
eine eigene Währung zu etablieren (den “Sucre”),
um sich so vom Dollar zu lösen.
(Siehe:
Revolucion gegen den Dollar)

- Ähnliche Vorschläge zur Ablösung des Dollars als Weltleitwährung kamen ja auch schon aus China, Russland und aus Saudi-Arabien.
(Saudi-Arabien hat dieses Gerücht zwar dementiert,
aber immerhin geht es hier um die Währung, in der das Öl gehandelt wird)

- Nach den Berechnungen von “Shadow Stats” (anhand der selben Berechnungsmethoden, die während der großen Depression galten)
hat die echte Arbeitslosenquote in Amerika mittlerweile fast die Quote
der Great Depression erreicht.
Aber auch die offiziellen Arbeitslosenzahlen aus Amerika stimmen nachdenklich.

- Überhaupt sollte man heutzutage der Manipulation der öffentlichen Meinung auch durch Statistiken sehr kritisch gegenüber stehen,
die Wissenschaftler des französischen Think Tanks
LEAP
empfehlen, sich bei der sachlichen Informationsbeschaffung zum tatsächlichen Zustand der Weltwirtschaft vor allem die Zahlen der Transportunternehmen anzusehen. (
LEAP)
Tut man das, ist das Bild erschreckend:
Managermagazin:
Boom über Bord

Abschliessend muss man sagen, dass die Krise auf keine Fall vorbei ist,
von einem Aufschwung kann in Wahrheit auch keine Rede sein, und so sollte man sich in der Tat auf Schlimmeres gefasst machen.
Denn irgendwann wird das Konzept, eine Schuldenkrise durch immer neue Schulden zu bekämpfen, an Grenzen geraten.
Vielleicht sogar schon im November oder Dezember 2009?

Sichern Sie ihr angespartes Vermögen, indem Sie es in Sachwerte umtauschen, in Sachwerte, die auch nach einem möglichen Zerfall des Papiergeldsystems ihren eigentlichen Wert behalten können.
 
Junge, zeitgenössische Kunst ist übrigens (eine Zeit lang) viel preisgünstiger als die Kunst in etablierten Galerien und hat somit bzgl der Preissteigerung (Angebot-Nachfrage) noch viel Spielraum nach oben, - wobei Sie als Käufer ja natürlich den Wert des jeweiligen Künstlers und damit auch den Wert Ihres eigenen Kunstobjektes indirekt beeinflussen und somit steigern.

AS

 

Die Goldpreis Rallye startet durch.


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