1. In der  34. Ausgabe des GEAP (Global Europe Anticipation Bulletin) prognostizieren die Forscher das französischen Think-Tanks LEAP angesichts der steigenden öffentlichen Defizite die Zahlungsunfähigkeit der USA für den Sommer 2009.
Nun rühmen sich die französischen Zukunftsforscher bzgl ihrer wirtschaftlichen Progonsen einer sehr hohen Trefferquote und in der Tat konnten wir feststellen, dass ein Großteil der Prognosen des letzten Jahres im Gegensatz zu den meisten Informationen in den Mainstream-Medien tatsächlich in der Realität dann auch eintraten.
(Ein Beispiel: Ankündigung der Zunahme von Insolvenzen auch gesunder Unternehmen im Frühjahr 2009 im GEAP N 31 (Januar 2009)
 

 

Staatsbankrott USA ?

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20.05.2009
Die Französischen Zukunftsforscher des LEAP prognostizieren den “Staatsbankrott” der USA für das Jahr 2009. Sind solche Prognosen Ernst zu nehmen?
Wie sieht die Realität jenseits von Schwarzmalerei aber auch den Positiv-Meldungen des medialen Mainstreams aus?
Wie Ernst ist die Lage wirklich?

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1. Beruhigungspillen

Grundsätzlich fragen auch wir uns, ob Schwarzmalerei beziehungsweise eine allzu negative, öffentliche Bewertung der krisenhaften Entwicklungen der letzten Monate auf der einen Seite nicht wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken, aber auch ob die mediale Ausblendung bzw Schönfärbung der Krise (die Rede vom erreichten Bodensatz und dem Erkennen von positiven Tendenzen (wahlweise an den Aktienmärkten, in der Stimmung in den Unternehmen oder bzgl der Konjunktur) auf der anderen Seite nicht mehr als psychologische Beruhigungspillen sind.
Wir sind leider der Meinung, dass wesentliche wirtschaftliche Fakten und Beschreibungen, unabhängig von reinen Meinungsäusserungen, Stimmungen und Kaffeesatzlesereien in den Mainstream-Medien die negativen Prognosen des LEAP untermauern. (Zum Beispiel die Zahlen bezüglich der Staatsverschuldung der USA oder die Angaben zur Neuartigkeit des globalen Charakters der Krise, aber auch solche Umstände wie das vollständige Fehlen von öffentlichen Diskussionen bezüglich einer Gesamtanalyse der systemischen Ursachen der Krise, ebenso wie das Fehlen einer Suche nach möglichen, vernünftigen Lösungswegen
auf einer globalen Meta-Ebene, die Krise tatsächlich weiter ausufern lassen werden und so jede Hoffnung auf ein schnelles Ende der krisenhaften, weltweiten Veränderungen zu begraben sind.

Massenarbeitslosigkeit, Suppenküchen, entstehende Zeltstädte in den USA, aber auch solche Nachrichten wie die Ankündigung Australiens, den Militärhaushalt erneut drastisch zu erhöhen
(mit dem Hinweis auf den gigantischen chinesischen Militärhaushalt) ebenso wie der Umstand, dass man als einen wesentlicher Faktor für die Überschuldung Amerikas den militärischen Einsatz im Irak sowie den riesigen amerikanischen Militärhaushalt nennen muss, lassen historische Analogien lebendig werden:
Eine in Anbetracht der finanziellen und wirtschaftlichen Umstände in den USA im Grunde notwendige starke Reduzierung des amerikanischen Militärhaushaltes würde unter Umständen dann ein Personal freisetzen beziehungsweise arbeitslos machen, welches sich bis dahin beruflich vorallem mit der Anwendung und Handhabung
von Waffen beschäftigt hat. (Wir spielen hier gerade auf die Masse der Kriegs-Heimkehrer bzw. Erster-Weltkriegs-Veteranen an, die einen Großteil des Bodensatzes der Nationalsozialistischen Partei ausmachten)
 

3. Nun wiederholt sich Geschichte nicht eins zu eins, aber wir halten
(als Vertreter des Kulturbetriebs) im Moment offene und realistische Diskussionen über die derzeitig stattfindenden Entwicklungen für angebracht, einfach weil die Realität so oder so gerade dabei ist, die allgegenwärtige Mainstream-Schönfärbungen zu überholen, um unter Umständen durchaus möglichen, destruktiven beziehungsweise gewaltsamen und rückwärtsgerichteten Tendenzen, schöpferische und zukunftsgerichtete Diskussionen entgegenzusetzen. 

4. Negativszenarien.
Wobei wir dringend dazu raten, sich mit möglichen Negativszenarien auseinanderzusetzen.
(Ein Pessimist kann wenigstens nur positiv überrascht werden)

Negativszenario 1 - Dollarcrash:
Blatzen der ‘Staatsanleihen-Blase’, gewaltiger Anstieg des Goldpreises, Hyperinflation, Vollständiger Vertrauensverlust in Papiergeld, Währungsrefom ( = Faktische Enteignung von Sparvermögen)

Negativszenario 2 - Zerfall der öffentlichen Ordnung (GEAP 32)
Stichwörter: Zusammenbruch der Altersvorsorge in den Ländern deren Altersvorsorge kapitalfinanziert war (USA, Kanada, Großbritannien aber auch zum Bsp Dänemark, Holland und Irland), Stark steigende Kosten für Sozialausgaben bei gleichzeitigem Rückgang der Wirtschaftskraft und damit der Steuereinnahmen, steigende Staatsverschuldung, (aber bei wem eigentlich? Bei den insolventen Banken?
Durch Staatsanleihen? (Siehe: “Platzen der Staatsanleihen-Blase”)
Durch Senkung der Leitzinsen? (- Zur “Konjunktur - Ankurblung”
- Wir erinnern uns, die extrem niedrigen Leitzinsen führten damals zur Immobilienblase und somit zum Auslöser der aktuellen Wirtschaftskrise

Negativszenario 3 - Protektionismus
Weitere unvorhergesehene oder auch vorhersehrbare Entwicklungen verschärfen die gegenwärtige Krise noch, (Kreditkartenschulden, Grippewelle), der internationale Konsens wird aufgekündigt, die Weltordnung zerfällt bzw verändert sich, einzelne Staaten fallen wieder zurück in den Protektionismus, der Kampf um Resourcen verstärkt sich und (Antarktis, Erdöl (Irak, Iran) und eskaliert.

Positiv-Szenarien:
Die Vernunft siegt, die Wirtschaftskrise erreicht nur einige wirtschaftliche Bereiche, aber die restlichen und nicht von der Krise betroffenen Branchen. der zum Teil auch drigend notwendige Umbau der Industriegesellschaften hin zur ökologisch Nachhaltigkeit gelingt sozial abgefedert, Krisenmassnahmen und Hilspakete wirken und mit der Zeit stabilisert sich das Wirtschaftssystem wieder.

2. Historische Schreckgespenster:

Für uns und unser Kerngeschäft jedoch stellen sich in Anbetracht aller denkbaren Entwicklungen verschiedene Fragen und Probleme:

1. Der zu erwartende Dollarcrash bzw die sich in Amerika ankündigende Hyperinflation könnte das Papiergeld weltweit mit in den Abgrund reissen, Sparvermögen (angespeicherte Arbeit bzw wirtschaftliche Leistung) wird entwertet.
Simpler Hinweis um diese Situation zu illustrieren: 
Wer sich frühzeitig ein Gemälde eines Picassos kaufte, als dieser noch völlig unbekannt war, der brachte seine Investition sicher (solange das Gemälde eben sicher aufbewahrt wurde) über jeden Weltkrieg, jede Währungsreform und jede Wirtschaftskrise. Insofern haben wir in der Tat große Bedenken, die Gemälde der von uns vertretenen Künstler auf dem Markt gegen Papiergeld zu tauschen. Wichtigere Kunstwerke haben wir sogar schon verpackt und eingelagert...(bis sie im Wert steigen)

2. Aber auch selbst wenn die Krise nicht vollständig aus dem Ruder läuft, man muss einfach mal feststellen, dass der Kauf eines unbekannten Baselitz, damals, für ein paar hundert DM den Käufer 15 Jahre später zum Millionär machte...

Nun gelten diese Entwicklungen natürlich nicht für alle Künstler, aber gewisse Merkmale bzw Gemeinsamkeiten zu erkennen und in die richtigen jungen und unbekannten Künstler zu investieren hat ja mehrere Nebeneffekte:
Erstens einmal beeinflusst man den Werdegang seiner Kunst-Investition durch seine Investition.
Zum Zweiten kauft man sich ja Kunst.
Aber dazu mehr im bald folgenden Artikel “Investieren in Kunst”

AS.

 

3. Geldanlage Kunst

Related Links

http://www.leap2020.eu/

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott

http://www.wiwo.de/politik/

http://www.welt.de/wirtschaft/

http://www.handelsblatt.com/politik/international/oekonomen-warnen-vor-britischem-staatsbankrott

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