

Sunflowers 2 - 01
2009
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Sunflowers 2 - 02
2009
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Sunflowers 2 - 03
2009
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Sunflowers 2 - 04
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Sunflowers 2 - 12
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by eq
“Art is the tree of life. Science is the tree of death.”
(William Blake)
Über das Malen von Sonnenblumen.
1. Ich habe dieses Zitat von William Blake durchaus nicht wegen der wissenschaftskritischen Implikation ausgewählt, obwohl diese Diskussion
(also wissenschaftlicher Geist vers Kunst und Kultur) sicherlich auch heutzutage noch einen gewissen Unterhaltungswert hat,
sondern weil mir der Satz, insbesondere auch bei den nicht enden wollenden Nachrichten zur weltweiten Wirtschaftskrise, die wir ja gerade erleben,
doch recht häufig in den Sinn kommt.
Denn für die Auswirkungen der sogenannten Finanzkrise, die nun zu einer Wirtschaftskrise wurde und sich demnächst wohl zu einer politischen und sozialen Krise entwickeln wird, verwenden die Journalisten und Wirtschaftsanalytiker gerne solch anschauliche Bilder wie die von den “Riesen-Wellen”, den
“Finanz-Tsunamis” oder den “Freak-Waves”, und während also gerade innerhalb von wenigen Jahren viele gewohnte und stabile Gegebenheiten der Nachkriegszeit wegbrechen und sich die globalen Spielregeln wohl unwideruflich verändern,
finde ich die Frage, welche gesellschaftlichen Bereiche in einer solchen Krise stabiliserend wirken und/oder also diesen finanziellen, materiellen “Wellen” standhaft widerstehen könnten, recht spannend.
Und in diesem Sinne gefällt mir eben dieses Bild Blakes’ vom Baum.
Denn das Bild vom Baum (der Kunst, der Wissenschaft) veranschaulicht treffend,
wie ich finde, die eigentlich inneren, die geistigen Prozeße, die ‘Stabilitäten’,
die mitunter ja über Jahrhunderte, Jahrtausende Wirkung entfalten.
Und so könnte man neben der Entwicklung der verschiedensten Religionssystemen sicherlich auch für die (historische) Genese des westlichen Wirtschaftssystems, oder des Rechtswesens oder von mir aus auch der Straßenverkehrsordnung eine solche Analogie aus der wildwachsenden Pflanzenwelt wählen, um so die innewohnenden geistigen Prozeße, Philosophien, Lehrmeinungen und Überzeugungen zu illustrieren.
Nun können wir die Entwicklungen des abendländischen, wissenschaftlichen Denkens zurückverfolgen, zumindest soweit uns geistige Prozeße in schriftlicher Form verblieben sind, Platon und Kant müsste man als tragende Äste dieser geistigen (abendländischen) Evolution bezeichnen, aber ungeachtet der materiellen Erfolge des wissenschaftlichen Denkens (Automobile, elektrisches Licht, Personal Computer, Konzentrationslager, Atomkraftwerke oder Cruise Missiles)
mag ich hier die These vetreten, dass der “Baum der Kultur” dennoch ein sehr viel älteres, ein wirkungsmächtigeres und stabileres Gewächs darstellt.
Wäre ich mutig, dann würde ich sogar mit gutem Recht den gesamten westlichen Wissenschaftszweig als einen Ableger dieses Kulturgewächses bezeichnen, in dem Sinne dass die Schrift, (als ein aus graphischen Zeichen entstandenes Kommunikationsmittel) offenkundig eine Grundvoraussetzung für das ‘objektive’ menschliche Denken darstellt und dieses so beförderte und erst ermöglichte.
Aber wie gesagt, wir wollen uns diese Diskussion heute an dieser Stelle ersparen,
- während die Monsterwellen anrollen, ist dafür wohl die falsche Zeit,- sinnvoller ist da wohl die Suche nach einem sicheren Gelände. Etwas Festem. Einem Fundament. Einem mächtigen Stamm, der jedem Unwetter widersteht.
Virtual Art Catalogue, 53 MB, System Requirements: Windows 98, XP, Vista,
60MB Free Disk Space, Bildschirmauflösung >1024x768
(optimiert für 1600x1200 -TFT-Monitor), Win ZIP oder WinRAR,
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